Serious Sam 2
Sonntag, 16.10.05 - 17:32 von
Max K.
// Test
Croteam ist zurück. Mit Serious Sam hat
das Entwickler Studio in den vergangenen Jahren eine Legende unserer
Zeit geschaffen. Denn Serious Sam und Serious
Sam: 2nd Encounter waren weder innovativ, grafische
Meilensteine noch abwechslungsreiche Spiele. Und trotzdem, fast jeder
kennt diese Spiele und die meisten sind selbst mal in die Rolle des
muskelbepackten Radaubruders Sam geschlüpft. Doch warum ist
Serious Sam so beliebt und erfolgreich? Eigentlich
gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: "Hirn raus, Action
rein"! Sam hat seine Probleme nämlich von Anfang an mit
purer Waffengewalt gelöst. Verpackt mit einer ordentlichen
Portion stumpfen Humor, an dem selbst unsere Freunde von der Insel,
die ja eher für ihren etwas anderen Humor bekannt sind, ihre
wahre Freude hätten, und fantasievollen Gegner, Waffen und Level
ist das "Sam-Packet" ein echter Langeweile-Killer. Jetzt ist
der neuste Teil der Haudrauf-Serie, Serious Sam 2,
erschienen und die Gamestyle-Redaktion hat sich natürlich sofort
daran gemacht, um für Euch heraus zu finden, ob Croteams
neustes Werk immernoch für geballte Action und lautes
Gelächter in heimischen Kinderzimmern sorgt.
Entwickler:
Croteam
Publisher:
2K Games
Genre:
Action
Termin:
13. Oktober 2005
Preis:
ca. 40 Euro
Anspruch:
Keiner
Mulitplayer:
Kooperations-Modus
Hardware:
1.5 GHz, 256 Megabyte RAM, DirectX 8.0/8.1-kompatible Grafikkarte
Galerie:
k.A.
Bis ans Ende des Universums...
Nachdem Sam seine vorherigen Abenteuer mit Bravour bestanden hat,
musst er jetzt erneut zur Rettung des Universums antreten. Ein Schurke
namens "Mental" möchte die Kontrolle über das
Weltall übernehmen und hat auch schon eifrig damit begonnen seine
Anhänger auszusenden. Für Sams Auftragegeber, drei
kleinwüchsige, galaktische Geschwister in hautengen
Stretch-Anzügen, steht eines von Anfang an fest: Der Kerl muss
weg! Es gibt da nur ein Problem, denn leider ist Mental unbesiegbar.
Zumindest fast, denn nur wenn die Splitterstücke eines uralten
Medallions wieder zusammengesetzt werden kann er getötet werden.
Alsbald macht Ihr Euch also in der Rolle von Sam auf die Suche nach
den Artefakten.
Glücklicherweise seid Ihr nie allein unterwegs, denn neben Eurem
umfangreichen Waffenarsenal begleitet Euch auch eine
außerirdische Schönheit namens "Nettie". Ihr
könnt sie zwar nur hören und nicht direkt sehen, doch
versorgt sie Euch im Laufe des Spiels immer wieder mit Hinweisen und
Tipps. So wirklich hilfreich sind diese aber nicht, denn um in
Serious Sam 2 weiter zu kommen, müsst Ihr so
oder so einfach alle Gegner entsorgen, die sich im gleichen Raum wie
Ihr befinden.
Glänzende Gegner
In den ersten Spielminuten von Serious Sam 2
fällt Euch eines sofort auf: Grafiktechnisch hat sich einiges
getan. Zwar spielt Sam nicht in der Liga von Half-Life
2 oder F.E.A.R., trotzdem kann sich der
Titel durchaus sehen lassen. Die Umwelt wirkt jetzt viel lebendiger
und selbst in das Design von Gegenständen, Häusern und
anderen Objekten haben die Entwickler ihren Humor einfließen
lassen. Leider wirkt das alles nicht besonders realistisch. Gegner
glänzen, als ob sie in Haarpomenade gebadet worden wären und
generell wirkt Ihr Anblick eher plastikartig. Allerdings gibt es
erfreulicherweise nun auch so etwas, dass man als vollwertige
Physik-Engine bezeichnen kann. Kisten und Fässer lassen sich
durch die Gegend schießen und wer will kann an den zufällig
über die Level verteilten Basketballfeldern eine Runde Körbe
werfen. Die "Serious Engine 2" leistet also ganze Arbeit.
Und auch die Klangkulisse ist dem Croteam recht gut gelungen.
Waffen machen Geräusche, die ihr Anblick vermuten lässt und
die Stimme von Sam passt zu seinem Charakter.
Etwas für Zwischendurch!
Im Gegensatz zur Grafik hat sich am Gameplay leider nichts getan. Ihr
müsst immer noch einfach durch die Level rennen und alle Gegner
erledigen, die Euren Pfad der Zerstörung kreuzen. Was in Sachen
Abwechslung natürlich ein punktemäßiger Totalausfall
ist, sorgt in Sachen Kurzweil umso mehr für Erfolg. Denn
Serious Sam 2 ist genau das Spiel, dass die 30
Minuten vor der Party am Freitag Abend, die Ihr sonst mit
Däumchendrehen verbringt, perfekt füllt. Denn das Prinzip
"Hirn raus, Action rein" fruchtet. Da es in Serious
Sam 2 nicht viel gibt, in das man sich reindenken muss, kann
man es auch gut für 15 oder 20 Minuten spielen ohne das
Gefühl zu haben nichts zu erreichen. Allerdings bedeutet das
gleichzeitig auch, dass Ihr kaum Lust haben werdet, das Spiel drei
oder mehr Stunden am Stück zu spielen, denn mit der Zeit wird das
ganze einfach total langweilig und Ihr hofft einfach nur auf das Ende
des Levels, um einen guten Punkt zum Aussteigen zu haben.
Neben einem umfangreichen Waffenarsenal, bestehend aus mehreren
Schrotflinten, Maschinenpistolen, Raketenewerfer, Plasmakanone und
anderen Feuerwaffen könnt Ihr auch Fahrzeuge und
Geschütztürme besteigen. Sitzt Ihr beispielsweise in einem
stationären Flak-Verschnitt, so werden selbst
unüberschaubare Gegner Massen schnell zu einem riesigen Berg
voller Leichen. Habt Ihr allerdings in einem Schwebegefährt mit
rotierenden Klingen am Bug Platz genommen, so braucht Ihr eigentlich
nichtmal mehr den Feuerknopf betätigen. Einfach in die Gegner
hineinfahren reicht völlig.
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