Age of Empires 3
Samstag, 12.11.05 - 20:53 von
Mathias B.
// Test
Unaufhaltsam bahnt es sich seinen Weg über den Atlantik. Kein
Sturm und keine Piraten können es noch stoppen. Endlich, Land in
Sicht! Der Anker wird heruntergelassen und an Land verbreitet sich die
frohe Botschaft: Age of Empires 3 ist eingetroffen.
Mit an Bord, die schönste Grafik seit es Strategiespiele gibt.
Die Kanonen feuern jetzt auch mit physikalisch korrekt fliegenden
Kugeln und die Musketiere haben einen Schuss Neuerungen im Gewehr.
Aber reicht das auch alles um die Krone der Strategiespiele zu
erobern? Diese und viele weitere Fragen werden in diesem Test
beantwortet.
Entwickler:
Ensemble Studios
Publisher:
Microsoft Games
Genre:
Echtzeit-Strategie
Termin:
4. November 2005
Preis:
ca. 45 Euro
Anspruch:
Einsteiger
Mulitplayer:
Vorherrschaft, Deathmatch
Hardware:
1.4 GHz, 256 Megabyte RAM, 64 MB Grafikkarte
Galerie:
k.A.
Amerika du schönes Land
Mit Age of Empires 3 setzen Ensemble Studios eine
Geschichtsstunde für Computerspieler fort. Nachdem Ihr die
Menschen von der Steinzeit zur Antike und von da aus in die
Renaissance, in den beiden Vorgängern, geführt habt, geht es
jetzt über den Atlantik in die neue Welt.
Jetzt kennen wir auch endlich den wahren Grund, warum so viele
Europäer nach Amerika ausgewandert sind. Es war nicht die
Unterdrückung durch die europäischen Könige. Amerika
ist einfach zu schön um es nicht einmal gesehen zu haben.
Age of Empires 3 bietet nämlich neuste
technische Standards, die das Spiel in einer Grafikpracht erstrahlen
lassen, an die nur wenige Strategiespiele herankommen. Bäume
wiegen sich sanft im Wind, Wellen bewegen sich auf dem Meer und
spiegeln Schiffe wunderschön. Von Kanonenkugeln getroffene
Gebäude spucken Teile aus, die sich in einer realistischen
Flugbahn auf den Weg zum Boden machen. Ihr könnt Euren Soldaten
beim Nachladen von Kanonen beobachten und Eure Kämpfer jubeln
nach jedem gewonnen Kampf. Diese Detailverliebtheit erkennt Ihr auch
an den realistischen Größenverhältnissen, die jetzt
endlich auch bei den Schiffen stimmen.
Trotz der wunderschönen Grafik, könnt Ihr Age of
Empires 3 auch auf langsameren Rechnern spielen,
vorrausgesetzt Ihr stellt alle Details auf Null. Doch dann leidet die
grafische Qualität sehr und das Spiel erinnert grafisch mehr an
Age of Empires 2.
Gold für'n Appel und'n Brett
Erinnern wir uns mal zurück. Nahrung, Holz, Gold und Steine. Das
sind die traditionellen Ressourcen seit Age of Empires
1. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert und
Age of Empires 3 ändert auch kaum etwas daran.
Lediglich die Steine sind weggefallen. Neu ist allerdings, dass die
Arbeiter fauler geworden sind und sich den Weg vom Ressourcenvorkommen
zum Dorfzentrum sparen. Alle Ressourcen wandern jetzt direkt auf Euer
Konto.
Es gibt mehrere Möglichkeiten Ressourcen abzubauen. Nahrung
könnt Ihr durch das Jagen von Wildtieren oder durch das Bestellen
von Feldern erhalten oder Ihr baut einen Stall um Schafe zu
züchten. Die drei Möglichkeiten unterscheiden sich durch die
Geschwindigkeit. Durch das Schlachten von Schafen erhaltet Ihr am
schnellsten Nahrung, müsst aber für jedes neue Schaf 100
Nahrung investieren. Im 2. Schritt müssen die Schafe erstmal
fetter werden, sonst investiert Ihr 100 Nahrung und bekommt aus dem
Schaf nur 100 raus. Mühlen bieten dagegen einen unendlichen
Nahrungsnachschub, allerdings dauert das Anbauen länger. Gold
könnt Ihr entweder schnell, über Minen, oder langsam,
über Plantagen, abbauen. Nur bei Holz habt Ihr nur eine einzige
Möglichkeit. Denn die Erde kennt nur eine Holzquelle, den Baum.
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