Vielvölkerstaat
Insgesamt acht europäische Völker starten die Kolonisierung
der neuen Welt. Spanier, Engländer, Franzosen, Deutsche,
Holländer, Osmanen, Portugiesen und Russen setzen die Segel. Jede
der Fraktionen hat verschiedene Vor- und Nachteile, die ihre ganz
eigenen Taktiken brauchen. Die Russen bauen beispielsweise Siedler und
Infanterie in Paketen, die dann billiger sind, als wenn andere
Nationen fünf Einheiten produzieren. Der Nachteil daran ist, dass
keine Infanterie einzeln produziert werden kann. So muss man immer
erst alle Ressourcen beisammen haben um einen Trupp zu produzieren.
Engländer haben spezielle Häuser, bei deren Fertigstellung
gleich ein Siedler mit herauskommt. Dafür sind die Häuser
teurer als bei anderen Nationen.
Nicht jede Nation kann jeden Truppentyp ausbilden. So können die
Holländer "Skirmisher" ausbilden, aber keine
Musketiere. Die Osmanen haben sogar nur einen einzigen Infantrietyp,
der aber besonders stark ist.
Schwarze Kreise
Storytechnisch hat
Ensemble das, aus
Age of Empires
1 und
2 bekannte, Nachspielen von
historischen Ereignissen endgültig aufgegeben und richtet sich
ganz nach dem System aus
Age of Mythology. Im
Klartext heißt das, dass die Kampange zwar auf historische
Ereignisse zurückgreift, der zentrale Teil ist aber reine
Erfindung.
Die knapp 25 Missionen sind in drei Akte aufgeteilt in der Ihr die
Familie Black durch verschiedene Epochen begleitet. Alles beginnt ganz
harmlos auf Malta, wo Ihr als Kreuzritter Morgan Black Malta gegen
einen Angriff der Osmanen verteidigen müsst. Im Zuge der
Verteidigung stoßt Ihr auf eine Wandmalerei, welche die Existenz
des Jungbrunnens beweist und in der von einem "Kreis von
Ossus" die Rede ist. In dem Glauben, die Osmanen wollen den
Jungbrunnen für ihre Zwecke missbrauchen, folgt Morgan ihnen nach
Amerika. Morgan muss feststellen, dass die Osmanen den Jungbrunnen
beschützen wollen und das der eigentliche Feind der "Kreis
von Ossus" ist.
Als Morgans Enkel bestreitet Ihr den 2. Akt, in dem Ihr einen
Angehörigen des Kreises durch ganz Nordamerika verfolgt, Indianer
beschützt und am Ende eine Entdeckung macht, die jedem Amerikaner
während des Kalten Krieges den Patriotismus geraubt hätte.
Im 3. Akt schlüpft Ihr in die Rolle Amelia, der Erzählerin
der ganzen Geschichte. In diesem Akt kommt es letztendlich auch zum
Showdown mit dem "Kreis von Ossus", allerdings erst nach
einer langen, langen Reise.
Rumms, Bumms und gewonnen
Soundeffekte und Musik sind bei
Age of Empires 3 sehr
gut. Kanonen und Gewehrschüsse klingen authentisch, wenn ein
Gebäude angegriffen wird, hört Ihr das Holz knacken. Die
Musik untermalt das Geschehen sehr schön. Die verschienden
Nationen haben ihre Sprache beibehalten. So sprechen deutsche
Einheiten auch in der englischen Version fließend Deutsch.
Also reicht es für
Age of Empires 3 zum besten
Strategiespiel? Nicht ganz.
Warcraft 3 hat einfach
die bessere Kampagne. Bei
Age of Empires 3 fesselt
die Story nicht so stark, auch zu den Charakteren baut man keine solch
starke Bindung auf wie beim Kokurrenten. In Sachen Mehrspieler-Modus
hat jedes Strategiespiel einen schweren Stand gegen
Warcraft
3, allerdings kann
Age of Empires 3 mit dem
Kartensystem punkten.
Trotz allem ist
Age of Empires 3 das beste
Strategiespiel des Jahres. Das liegt an der kontinuierlichen
Weiterentwicklung der Stärken der Serie, an den Neuerungen, wie
Kartensystem und Heimatstadt und natürlich an der atemberaubenden
Grafik. Eine absolute Kaufempfehlung!
Positiv:
+ Heimatstadt
+ Kartensystem
+ Grafik
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Negativ:
- Kampagne zu mau
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Grafik:
10 / 10
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Sound:
9 / 10
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Steuerung:
9 / 10
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Gameplay:
8 / 10
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Gesamt:
9.0 / 10
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