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Artikel
Age of Empires 3
Samstag, 12.11.05 - 20:53 von Mathias B. // Test

Unaufhaltsam bahnt es sich seinen Weg über den Atlantik. Kein Sturm und keine Piraten können es noch stoppen. Endlich, Land in Sicht! Der Anker wird heruntergelassen und an Land verbreitet sich die frohe Botschaft: Age of Empires 3 ist eingetroffen. Mit an Bord, die schönste Grafik seit es Strategiespiele gibt. Die Kanonen feuern jetzt auch mit physikalisch korrekt fliegenden Kugeln und die Musketiere haben einen Schuss Neuerungen im Gewehr. Aber reicht das auch alles um die Krone der Strategiespiele zu erobern? Diese und viele weitere Fragen werden in diesem Test beantwortet.




Entwickler:
Ensemble Studios

Publisher:
Microsoft Games

Genre:
Echtzeit-Strategie

Termin:
4. November 2005

Preis:
ca. 45 Euro

Anspruch:
Einsteiger


Mulitplayer:
Vorherrschaft, Deathmatch

Hardware:
1.4 GHz, 256 Megabyte RAM, 64 MB Grafikkarte


Galerie:
k.A.
Vielvölkerstaat
Insgesamt acht europäische Völker starten die Kolonisierung der neuen Welt. Spanier, Engländer, Franzosen, Deutsche, Holländer, Osmanen, Portugiesen und Russen setzen die Segel. Jede der Fraktionen hat verschiedene Vor- und Nachteile, die ihre ganz eigenen Taktiken brauchen. Die Russen bauen beispielsweise Siedler und Infanterie in Paketen, die dann billiger sind, als wenn andere Nationen fünf Einheiten produzieren. Der Nachteil daran ist, dass keine Infanterie einzeln produziert werden kann. So muss man immer erst alle Ressourcen beisammen haben um einen Trupp zu produzieren. Engländer haben spezielle Häuser, bei deren Fertigstellung gleich ein Siedler mit herauskommt. Dafür sind die Häuser teurer als bei anderen Nationen.

Nicht jede Nation kann jeden Truppentyp ausbilden. So können die Holländer "Skirmisher" ausbilden, aber keine Musketiere. Die Osmanen haben sogar nur einen einzigen Infantrietyp, der aber besonders stark ist.



Schwarze Kreise
Storytechnisch hat Ensemble das, aus Age of Empires 1 und 2 bekannte, Nachspielen von historischen Ereignissen endgültig aufgegeben und richtet sich ganz nach dem System aus Age of Mythology. Im Klartext heißt das, dass die Kampange zwar auf historische Ereignisse zurückgreift, der zentrale Teil ist aber reine Erfindung.

Die knapp 25 Missionen sind in drei Akte aufgeteilt in der Ihr die Familie Black durch verschiedene Epochen begleitet. Alles beginnt ganz harmlos auf Malta, wo Ihr als Kreuzritter Morgan Black Malta gegen einen Angriff der Osmanen verteidigen müsst. Im Zuge der Verteidigung stoßt Ihr auf eine Wandmalerei, welche die Existenz des Jungbrunnens beweist und in der von einem "Kreis von Ossus" die Rede ist. In dem Glauben, die Osmanen wollen den Jungbrunnen für ihre Zwecke missbrauchen, folgt Morgan ihnen nach Amerika. Morgan muss feststellen, dass die Osmanen den Jungbrunnen beschützen wollen und das der eigentliche Feind der "Kreis von Ossus" ist.

Als Morgans Enkel bestreitet Ihr den 2. Akt, in dem Ihr einen Angehörigen des Kreises durch ganz Nordamerika verfolgt, Indianer beschützt und am Ende eine Entdeckung macht, die jedem Amerikaner während des Kalten Krieges den Patriotismus geraubt hätte. Im 3. Akt schlüpft Ihr in die Rolle Amelia, der Erzählerin der ganzen Geschichte. In diesem Akt kommt es letztendlich auch zum Showdown mit dem "Kreis von Ossus", allerdings erst nach einer langen, langen Reise.



Rumms, Bumms und gewonnen
Soundeffekte und Musik sind bei Age of Empires 3 sehr gut. Kanonen und Gewehrschüsse klingen authentisch, wenn ein Gebäude angegriffen wird, hört Ihr das Holz knacken. Die Musik untermalt das Geschehen sehr schön. Die verschienden Nationen haben ihre Sprache beibehalten. So sprechen deutsche Einheiten auch in der englischen Version fließend Deutsch.

Also reicht es für Age of Empires 3 zum besten Strategiespiel? Nicht ganz. Warcraft 3 hat einfach die bessere Kampagne. Bei Age of Empires 3 fesselt die Story nicht so stark, auch zu den Charakteren baut man keine solch starke Bindung auf wie beim Kokurrenten. In Sachen Mehrspieler-Modus hat jedes Strategiespiel einen schweren Stand gegen Warcraft 3, allerdings kann Age of Empires 3 mit dem Kartensystem punkten.

Trotz allem ist Age of Empires 3 das beste Strategiespiel des Jahres. Das liegt an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Stärken der Serie, an den Neuerungen, wie Kartensystem und Heimatstadt und natürlich an der atemberaubenden Grafik. Eine absolute Kaufempfehlung!



Positiv:
+ Heimatstadt
+ Kartensystem
+ Grafik

Negativ:
- Kampagne zu mau

Grafik:
10 / 10
Sound:
9 / 10
Steuerung:
9 / 10
Gameplay:
8 / 10

Gesamt: 9.0 / 10



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