Paradise
Freitag, 15.09.06 - 17:00 von
Max K.
// Test
Dass es Adventurespiele in der heutigen Zeit eher schwer haben sich am
Markt zu etablieren ist ja nicht Neues, dennoch versorgen einge
Entwicklerstudios die alt eingesessenen Fans von Zeit zu Zeit noch mit
Point&Click-Adventures. Meistens erreichen diese Spiele aber nicht
die Klasse von Kulttiteln, wie zum Beispiel Day Of The
Tentacle oder Sam and Max. Mit
Paradise hat White Birds Productions jetzt ein
Spiel aus der Feder von Benoît Sokal veröffentlicht, der
sich auch für beliebte Spiele wie Syberia oder
Amerzone verantwortlich zeichnet. Wie paradisisch das
Ganze aber in Wirklichkeit ist erfahrt Ihr in unserem kleinen Test.
Entwickler:
White Birds Productions
Publisher:
dtp
Genre:
Adventure
Termin:
bereits erhältlich
Preis:
ca. 40 Euro
Anspruch:
Anfänger
Mulitplayer:
k.A.
Hardware:
Prozessoer mit 800 MHz, 256 MB Arbeitspeicher , 64 MB Grafikkarte, 2 GB freier Speicherplatz
Galerie:
k.A.
(Fortsetzung von "Klick Klick weiter...")
Obwohl der Klappentext zu Paradise "mehr als 60
tiefgründige Charaktere" verspricht werdet Ihr vermutlich
eine schwere Zeit haben, diese im Spiel selber tatsächlich zu
finden. Denn die NPCs auf die Ihr treffen werdet, sind stumpf,
uninteressant und zeigen kaum Emotionen. Letzteres gilt vor allem
für die Hauptfigur Ann Smith, die sogar dann erschreckend kalt
bleibt, wenn rings um sie herum Bekannte wie vom Erdboden verschluckt
verschwinden.
Out Of Africa
Während in vielen Bereichen etwas geschlampt wurde, so ist die
Grafik des Titels wirklich gut gelungen. Die verschiedenen
Hintergründe sind detailiert gestaltet und werden Eure Augen
immerwieder entzücken. Vor allem die Flora im Dschungel ist
teilweise wahrlich atemberaubend ausgefallen. Am erfreulichsten ist
aber, dass alle Schauplätze die Ihr in den 12 Stunden Spielzeit
besuchen werdet, zusammenpassen und wirklich der Eindruck eines
kleinen zusammenhängenden Microuniversums entsteht. Leider hat
man es tontechnisch, mal abgesehen von der Sprachausgabe, nicht ganz
so gut getroffen. Zwar kriegt man von der Musik keine Ohrenschmerzen
aber enthusiastische Gefühle kommen mit Sicherheit auch nicht
auf.
Fazit
Mit Paradise hat White Birds Productions alles
andere als den Garten Eden der Adventurespiele gefunden. Die Story ist
wenig bewegend und die Rätsel teilweise nervig. Alle Fans von
Abenteuerspielen sollten lieber zu "größeren"
Genrevertretern, wie zum Beispiel Dreamfall: The Longest
Journey greifen oder nochmal die alten Klassiker durchzocken.
Einzig die schön gestalteten Hintergründe wären einen
Kauf wert, aber leider wird diese Steilvorlage durch die eben
erwähnten Faktoren vergeudet.
Positiv:
+ Mehr als ansehnliche grafische
Präsentation
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Negativ:
- Langsame Story-Entwicklung
- Probleme mit der Steuerung
- Unnahbare Charaktere
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Grafik:
8 / 10
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Sound:
6 / 10
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Steuerung:
6 / 10
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Gameplay:
6 / 10
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Gesamt:
6.5 / 10
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